Liebe Interessierte am christlich-jüdischen Dialog!
Hier nun, wie bereits angekündigt, die offizielle Einladung zu meinem Vortrag. Ich bin sehr froh, dass er im Jüdische Gemeindehaus stattfinden kann. Anmeldung bitte über die einladende Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, per Mail oder telefonisch, siehe unten.
Zum Vortrag bitte Personalausweis mitbringen und etwas Zeit für die Personenkontrolle mitbringen, die beim Jüdischen Gemeindehaus leider sicherheitstechnisch erforderlich ist.
Ich freue mich auf Interesse und bitte, wo es sich ergibt, um Weitergabe an Interessierte.
Martin Germer
Dienstag, 17. Februar, 18.30 Uhr
„Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und ihre jüdischen Nachbarn. Eine Spurensuche zwischen 1890 und 1959“
Pfarrer i.R. Martin Germer führt in einem Vortrag in diese widersprüchlichen Aspekte der Geschichte der Kirche ein und kommt dazu mit Reinhard Naumann, Evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ins Gespräch.
Die Einweihung des Jüdischen Gemeindehauses 1959 steht am Schluss der Spurensuche, die mit den Plänen zum Bau der alten Gedächtniskirche 1890 einsetzt. Die mitten in den neuen Berliner Westen hineingesetzte Kirche hatte von Anfang an sehr viele jüdische Nachbarinnen und Nachbarn. Aber gab es Berührungspunkte zwischen dieser evangelischen Kirche und den jüdischen Menschen, die hier lebten, sowie zur Jüdischen Gemeinde, die 1910-1912 ihre erste große Gemeindesynagoge in Berlin W fast nebenan errichtete? Wie stellte man sich an diesem kirchlichen Ort zum Antisemitismus der Nationalsozialisten und ihrer Politik der sich steigernden Diskriminierung, Vertreibung, Entrechtung und schließlich systematischen Ermordung der Juden in Deutschland und in den eroberten Ländern? Und was geschah nach 1945? Zu diesen Leitfragen erbrachte die Spurensuche eine große Menge von Informationen und Erkenntnissen, die weit über den Ort hinaus bedeutsam sind.
Ort: Jüdisches Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Fasanenstraße 79-80, 10623 Berlin
Anmeldung unter: gcjz.berlin@t-online.de Eintritt frei